Was ist Kommunikationsdesign?
Mit dem Kommunikationsdesign kann sich ein Unternehmen in der Öffentlichkeit am deutlichsten wahrnehmbar von anderen unterscheiden. Es wird geprägt von konstanten Gestaltungselementen wie dem Logo, den Hausfarben, der Hausschrift, der typographisch gestalteten Form des Slogans und den Gestaltungsrastern. Ziel ist es, die Idendität des Unternehmens konsequent auf allen Briefbögen, Visitenkarten, Prospekten, Messeständen, Webseiten bis hin zur Bekleidung der Mitarbeiter wieder zu finden.
Das Logo
Das Logo weckt Aufmerksamkeit und hat Signalwirkung, soll informieren und an das Unternehmen erinnern. Es kann als Bildmarke, Wortmarke und kombinierte Marke entwickelt werden. Die Bildmarke ist ein Symbol, das im Zusammenhang mit dem Unternehmen eine herausgehobene Stellung hat wie der Mercedes-Stern, die Silhouette eines Frauenkopfes von Schwarzkopf oder die Kranich-Silhouette der Lufthansa. Vorteil: Sie kann auf einen Blick erfasst, gelernt und wiedererkannt werden. Ein Schriftzug erfordert höhere Aufmerksamkeit, um den Namen zu erkennen. Eine Wortmarke - auch Firmenschriftzug genannt - ist die grafisch gestaltete Form, den Namen eines Unternehmens zu schreiben: Sie wird zur Unterschrift wie im Fall Coca-Cola und Nestlé. Ein Schriftzug hat den Vorteil, daß er eindeutig auf den Absender bezogen wird und kaum verwechselt wird. Eine kombinierte Marke, also Wort- und Bildmarke, verwenden zum Beispiel adidas, Wella oder Schwarzkopf. Bei der Gestaltung des Logos sollte auf Einfachheit (schnell zu merken) und Eigenständigkeit (nicht zu verwechseln) geachtet werden.
Die Hausfarbe
Die Hausfarbe ist ein weiteres wichtiges, weil sehr unmittelbar einprägsames Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal für Unternehmen. Shell hat gelb gewählt, die Dresdner Bank grün. Blau ist Aral, Hoechst, Hoesch und Linde. Rot signalisiert Ferrari, Sanyo und Coca-Cola. Blauweiß steht für BMW, durch die rotgelbe Farbe ist der Drive Inn von McDonald’s schon von Ferne zu erkennen. Die Farbe lila ziert schon seit 1901 die Milka-Tafeln. Und wer denkt nicht wehmütig an die Zeit zurück, als man Telefonhäuschen noch rasch finden konnte, weil sie auffallend gelb waren?
Schriften
Hausschriften drücken ebenfalls Selbstverständnis aus: Innovative Firmen zeigen auch hier Fortschritt und verwenden keine klassisch konservative Schriften wie Helvetica oder Times, sondern beispielsweise Meta oder Thesis. Und dennoch gilt: Die Hausschrift sollte möglichst zeitlos sein und keinem Modetrend folgen. Achten Sie vor allem darauf, dass nur eine Schriftenfamilie verwendet wird und diese nur in wenigen Größenabstufungen.
Kommunikationsdesign durchsetzen
Um ein einheitliches Design zu gewährleisten, müssen Gestaltungsrichtlinien aufgestellt und eingehalten werden. Solche Richtlinien können Sie in einem Design-Manual veröffentlichen, das sie an alle Mitarbeiter und Dienstleister herausgeben. Versehen Sie standardmäßig alle Aufträge an Dienstleister mit dem Design-Manual und prüfen Sie jede Arbeit mit einer entsprechenden Checkliste. Mitarbeiter müssen regelmäßig angehalten werden, das Design-Manual in Briefen, E-Mails und dem eigenen öffentlichen Auftreten einzuhalten. Neue Mitarbeiter erhalten das Design-Manual mit ihren Arbeitspapieren.